Auf einen Blick
- Auch bekannt als
- FreeCell Solitaire, Free Cell, FreeCell-Patience
- Spieler
- 1 – eine Patience für dich allein
- Karten
- 52 Karten (normales Blatt ohne Joker), alle offen
- Dauer
- ca. 5–15 Minuten pro Partie
- Ziel
- Alle Karten nach Farbe von Ass bis König auf die vier Ablagen
- Schwierigkeit
- Leicht zu lernen, kaum Glück – fast jedes Spiel ist lösbar, wenn du vorausplanst
- Spielnummern
- 1 bis 1.000.000, wie bei Microsoft-FreeCell
Ziel des Spiels
Am Ende sollen alle 52 Karten auf den vier Ablagen liegen – eine Ablage je Farbe (Pik, Herz, Kreuz, Karo), jeweils aufsteigend vom Ass bis zum König. Das Ass ist dabei die kleinste Karte.
Anders als bei Solitär (Klondike) gibt es keinen Stapel und keine verdeckten Karten: Du siehst vom ersten Zug an das ganze Blatt. Die Kunst ist, die acht Spalten so umzusortieren, dass die richtigen Karten der Reihe nach frei werden. Die vier freien Zellen dienen dabei als Zwischenlager.
Aufbau: acht Spalten, vier Zellen, vier Ablagen
Alle 52 Karten werden offen in acht Spalten ausgeteilt: Die ersten vier Spalten bekommen je 7 Karten, die anderen vier je 6. Oben links liegen die vier freien Zellen, oben rechts die vier Ablagen. Liegt gleich nach dem Austeilen ein Ass oben auf einer Spalte, wandert es sofort auf seine Ablage.
Ausgeteilt wird nach den bekannten Spielnummern von Microsoft-FreeCell, von 1 bis 1.000.000. Spiel #1 sieht bei Tavern Jack also genauso aus wie im klassischen FreeCell unter Windows. Die Spielnummer steht am Tisch – so weißt du immer, welches Spiel du gerade legst.
Anlegen in den Spalten
In den Spalten baust du absteigend und in wechselnden Farben: Auf eine schwarze 10 (Pik oder Kreuz) darf eine rote 9 (Herz oder Karo), darauf wieder eine schwarze 8 und so weiter. Ob Herz oder Karo, spielt dabei keine Rolle – es zählt nur rot oder schwarz.
Bewegen kannst du die oberste Karte einer Spalte – oder gleich mehrere oberste Karten, wenn sie schon als richtige Reihe liegen (mehr dazu unten).
Eine leere Spalte ist wertvoll: Dort darf jede Karte hin, nicht nur ein König – auch eine passende Reihe. Nur eine ganze Spalte in eine leere Spalte zu schieben ist nicht erlaubt, das brächte nichts.
Die freien Zellen
In jede der vier freien Zellen passt genau eine Karte. Dorthin parkst du eine Karte, die gerade im Weg liegt – etwa einen König, unter dem ein Ass steckt. Aus der Zelle darf die Karte jederzeit zurück in eine Spalte, in der sie passt oder die leer ist, oder direkt auf ihre Ablage.
Belegte Zellen machen das Spiel eng: Je weniger Zellen frei sind, desto weniger kannst du umsortieren und desto kürzer sind die Reihen, die du verschieben kannst. Hol Karten deshalb möglichst bald wieder heraus.
Reihen verschieben: Wie viele Karten gehen auf einmal?
Genau genommen bewegst du bei FreeCell immer nur eine Karte. Eine Reihe, die absteigend und in wechselnden Farben liegt, kannst du trotzdem in einem Zug verschieben – wenn genug Platz frei ist, um sie Karte für Karte über die freien Zellen und leeren Spalten umzusetzen. Bei Tavern Jack erledigt das Spiel das Umsetzen für dich, und am Tisch siehst du jederzeit, wie lange Reihen gerade gehen.
Wie viele Karten auf einmal gehen, rechnet sich so: (freie Zellen + 1) × 2 hoch (leere Spalten). Soll die Reihe selbst in eine leere Spalte, zählt diese Spalte nicht mit. Ein paar Beispiele:
- 4 freie Zellen, keine leere Spalte: 5 Karten
- 2 freie Zellen, 1 leere Spalte: (2 + 1) × 2 = 6 Karten
- 1 freie Zelle, 2 leere Spalten: (1 + 1) × 4 = 8 Karten
- 3 freie Zellen und 1 leere Spalte, in die die Reihe soll: (3 + 1) × 1 = 4 Karten
- Keine freie Zelle, keine leere Spalte: nur 1 Karte
Die Ablagen
Jede Ablage beginnt mit einem Ass und wird in derselben Farbe aufsteigend weitergeführt: Herz Ass, Herz 2, Herz 3 … bis zum Herz König. Auf die Ablage darf die oberste Karte einer Spalte oder eine Karte aus einer Zelle. Was einmal auf der Ablage liegt, bleibt dort – zurück in eine Spalte geht bei Tavern Jack nicht.
Viele Karten wandern von selbst auf die Ablage: Asse und Zweien immer, alle anderen, sobald sie passen und keine Karte sie mehr als Unterlage braucht – also wenn beide Karten der anderen Farbe mit dem Wert eins darunter schon abgelegt sind. Die Herz 5 geht zum Beispiel von selbst hoch, wenn Pik 4 und Kreuz 4 schon auf der Ablage liegen. Das zählt nicht als Zug, die Punkte bekommst du trotzdem.
Ende und Wertung
Gewonnen hast du, wenn alle 52 Karten auf den Ablagen liegen. Geht der Rest nur noch mit Ablage-Zügen auf, erledigt „Fertig legen“ das für dich. Zurücknehmen geht beliebig oft – bis zu 300 Schritte zurück –, und „Tipp“ zeigt dir einen Zug. Steckst du fest, kannst du aufgeben – dann zählen die Punkte bis dahin. Gezählt wird ohne Uhr:
- Karte auf eine Ablage: +10 Punkte (auch, wenn sie von selbst dorthin wandert)
- Zug zurücknehmen: −10 Punkte
- Unter 0 Punkte fällt der Stand nie.
- Siegbonus: 700 Punkte minus 2 Punkte je Zug (nie unter 0). Jeder eigene Zug zählt – auch Zurücknehmen und jede Karte, die „Fertig legen“ ablegt –, Karten, die von selbst auf die Ablage wandern, nicht. Wer mit wenigen Zügen löst, bekommt mehr.
Tages-FreeCell: jeden Tag ein garantiert lösbares Spiel
Fast jedes FreeCell-Spiel ist lösbar, aber eben nicht ganz jedes: Unter den ersten 32.000 Microsoft-Spielen ist nur Spiel #11982 unlösbar, und auch unter allen 1.000.000 Spielnummern gibt es nur eine Handvoll. Beim Tages-FreeCell bekommen alle am selben Tag dasselbe Spiel – und bevor es ausgeteilt wird, prüft ein Löser, dass es tatsächlich aufgeht.
Für die Tages-Bestenliste zählt dein erster Durchgang. Jeder Zug wird auf dem Server nachgespielt, schummeln geht nicht. Dein Ergebnis kannst du ohne Spoiler teilen – mit Spielnummer, abgelegten Karten, Zahl der Züge und wie oft du etwas zurückgenommen hast.
Herkunft und Varianten
Die erste Computerversion von FreeCell programmierte Paul Alfille 1978; berühmt wurde das Spiel aber durch Windows, wo es viele Jahre lang mitgeliefert wurde. Als Vorläufer gilt Baker’s Game: Dort wird in den Spalten nach Farbe gebaut (Herz auf Herz) statt rot und schwarz im Wechsel – das ist deutlich schwerer.
Andere Spielarten haben weniger freie Zellen – mit drei, zwei oder nur einer Zelle wird FreeCell spürbar schwerer. Bei Seahaven Towers liegen die Karten in zehn Spalten, zwei Karten starten schon in den Zellen, gebaut wird nach Farbe, und in leere Spalten dürfen nur Könige.
Bei Tavern Jack spielst du das klassische FreeCell: vier Zellen, Bau in wechselnden Farben, jede Karte in leere Spalten, Reihen in einem Zug (so weit der Platz reicht), keine Karten zurück von den Ablagen und automatisches Ablegen der Karten, die keiner mehr braucht.
Tipps für Einsteiger
- Schau dir vor dem ersten Zug das ganze Blatt an: Wo liegen die Asse und Zweien, und was liegt auf ihnen? Bei FreeCell siehst du alles – nutz es zum Planen.
- Geh sparsam mit den Zellen um. Jede belegte Zelle verkürzt die Reihen, die du verschieben kannst. Park eine Karte nur, wenn du weißt, wie sie wieder herauskommt.
- Leere Spalten sind mehr wert als freie Zellen: Jede verdoppelt die Länge der Reihen, die in einem Zug gehen. Mach eine Spalte frei, wenn es sich lohnt, und füll sie nicht vorschnell mit einer einzelnen Karte.
- Grab gezielt nach Assen und kleinen Karten. Spalten, in denen nur wenige Karten auf einem Ass liegen, räumst du am schnellsten frei.
- Ein König tief in einer Spalte ist ein Hindernis: Er kann nur in eine Zelle oder eine leere Spalte. Plan früh, wohin er soll – am besten an den Anfang einer leeren Spalte, wo auf ihm eine lange Reihe wachsen kann.
- Hängst du fest, nimm ein paar Züge zurück und probier einen anderen Weg. Die Tipp-Funktion zeigt dir einen Zug, der zu einer Lösung führt, sofern der Löser eine findet.