Auf einen Blick
- Spieler
- 1 – eine Patience für dich allein
- Karten
- 52 Karten (normales Blatt ohne Joker)
- Dauer
- ca. 5–15 Minuten pro Partie
- Ziel
- Alle Karten nach Farbe von Ass bis König auf die vier Ablagen
- Schwierigkeit
- Leicht zu lernen, mit 1 Karte ziehen gut lösbar, mit 3 Karten kniffliger
Ziel des Spiels
Am Ende sollen alle 52 Karten auf den vier Ablagen liegen – eine Ablage je Farbe (Pik, Herz, Kreuz, Karo), jeweils aufsteigend vom Ass bis zum König. Das Ass ist dabei die kleinste Karte.
Dahin kommst du über die sieben Spalten und den Stapel: In den Spalten sortierst du Karten um, legst verdeckte Karten frei und schaffst Platz, bis die passenden Karten der Reihe nach auf die Ablagen wandern.
Aufbau: sieben Spalten und der Stapel
Gemischt wird ein normales 52er-Blatt. Daraus entstehen sieben Spalten: In die erste kommt eine Karte, in die zweite zwei und so weiter bis zu sieben Karten in der siebten Spalte. Jeweils die oberste Karte liegt offen, alle anderen verdeckt – zusammen 28 Karten.
Die übrigen 24 Karten liegen verdeckt als Stapel oben links. Daneben entsteht beim Ziehen der Abwurf. Oben rechts sind die vier Ablagen anfangs leer. Bei Tavern Jack mischt und teilt das Spiel für dich aus.
Anlegen in den Spalten
In den Spalten baust du absteigend und in wechselnden Farben: Auf eine schwarze 10 (Pik oder Kreuz) darf eine rote 9 (Herz oder Karo), darauf wieder eine schwarze 8 und so weiter. Ob Herz oder Karo, spielt dabei keine Rolle – es zählt nur rot oder schwarz.
Du darfst auch ganze offene Reihen umhängen, solange die unterste Karte der Reihe passt. Eine Reihe Herz 9, Kreuz 8, Herz 7 darf also komplett auf eine Pik 10 oder Kreuz 10.
Liegt in einer Spalte keine offene Karte mehr, wird die nächste verdeckte von selbst umgedreht. Ist eine Spalte ganz leer, darf dort nur ein König hin – allein oder mit allem, was auf ihm liegt.
Stapel und Abwurf: 1 oder 3 Karten ziehen
Geht in den Spalten nichts mehr, ziehst du vom Stapel. Standard ist „1 Karte ziehen“: Die oberste Karte des Stapels kommt offen auf den Abwurf und kann in eine Spalte oder auf eine Ablage gelegt werden. Darunter liegende Abwurfkarten werden spielbar, sobald die oberste weg ist.
Ist der Stapel leer, drehst du den ganzen Abwurf wieder um und ziehst von vorn – so oft du willst. Jedes Umdrehen kostet allerdings Punkte.
Bei „3 Karten ziehen“ kommen immer drei Karten auf einmal auf den Abwurf, spielbar ist nur die oberste davon. Dadurch sind viele Karten länger blockiert, die Patience wird deutlich schwerer. Bei Tavern Jack wählst du das für freie Partien auf dem Startbildschirm; das Tagesspiel läuft immer mit einer Karte.
Die Ablagen
Jede Ablage beginnt mit einem Ass und wird in derselben Farbe aufsteigend weitergeführt: Herz Ass, Herz 2, Herz 3 … bis zum Herz König. Auf die Ablage darf immer nur die oberste Karte einer Spalte oder des Abwurfs.
Karten dürfen auch von einer Ablage zurück in eine Spalte, wenn sie dort passen – manchmal braucht man eine 4 noch als Unterlage für eine 3 der anderen Farbe. Das kostet aber Punkte.
Ende und Wertung
Gewonnen hast du, wenn alle 52 Karten auf den Ablagen liegen. Liegen alle Karten offen, erledigt „Fertig legen“ den Rest. Steckst du fest, kannst du Züge zurücknehmen oder aufgeben – dann zählen die Punkte bis dahin. Gezählt wird ohne Uhr, angelehnt an das klassische Windows-Solitär:
- Karte auf eine Ablage: +10 Punkte
- Karte vom Abwurf in eine Spalte: +5 Punkte
- Verdeckte Karte aufgedeckt: +5 Punkte
- Karte von einer Ablage zurück in eine Spalte: −15 Punkte
- Stapel umdrehen: −50 Punkte (bei 3 Karten ziehen −20)
- Zug zurücknehmen: −10 Punkte
- Unter 0 Punkte fällt der Stand nie.
- Siegbonus: 700 Punkte minus 2 Punkte je Zug (auch Ziehen und Zurücknehmen zählen als Zug) – wer zügig löst, bekommt mehr.
Tages-Solitär: jeden Tag ein lösbares Blatt
Nicht jedes gemischte Blatt lässt sich lösen. Beim Tages-Solitär bekommen alle am selben Tag dasselbe Blatt – und bevor es ausgeteilt wird, prüft ein Löser, dass es mit „1 Karte ziehen“ tatsächlich aufgeht. Du weißt also: Es gibt einen Weg.
Für die Tages-Bestenliste zählt dein erster Durchgang. Jeder Zug wird auf dem Server nachgespielt, schummeln geht nicht. Dein Ergebnis kannst du ohne Spoiler teilen – mit Punkten, Zahl der Züge und wie oft du den Stapel umgedreht hast.
Varianten
Klondike ist nur eine von vielen Patiencen. Verwandt sind etwa FreeCell (alle Karten liegen offen, dazu vier freie Zellen) und Spider (zwei Blätter, gebaut wird in einer Farbe). Bei Klondike selbst unterscheiden sich vor allem die Zahl der gezogenen Karten (1 oder 3), die erlaubten Durchgänge durch den Stapel und die Wertung.
Bei Tavern Jack sind die Durchgänge unbegrenzt, das Umdrehen kostet Punkte. Karten von den Ablagen dürfen zurück in die Spalten, und das Aufdecken in den Spalten geschieht von selbst.
Tipps für Einsteiger
- Leg zuerst verdeckte Karten frei: Züge, die eine verdeckte Karte aufdecken, sind fast immer besser als Züge mit dem Abwurf. Fang bei den Spalten mit den meisten verdeckten Karten an.
- Asse und Zweien gehören sofort auf die Ablagen. Bei höheren Karten lohnt ein kurzer Blick, ob sie noch als Unterlage gebraucht werden.
- Mach eine Spalte nur leer, wenn ein König bereitsteht. Eine leere Spalte ohne König bringt nichts – und ein König in der falschen Farbe kann später eine Dame blockieren.
- Überleg, welcher König in eine freie Spalte kommt: Liegt etwa eine Herz Dame bereit, ist ein schwarzer König die bessere Wahl.
- Zieh den Stapel nicht gedankenlos durch: Merk dir grob, welche Karten im Abwurf liegen, bevor du umdrehst. Jedes Umdrehen kostet Punkte.
- Hängst du fest, nimm ein paar Züge zurück und probier einen anderen Weg. Die Tipp-Funktion zeigt dir einen Zug, der zu einer Lösung führt, sofern sie eine findet.